Samstag, 12. Oktober 2013

[Rezension] Sherrilyn Kenyon – Gebieter der Träume (Dark Hunter 11)

Originaltitel: The Dream-Hunter
Verlag: Blanvalet
Erschienen: Juli 2013
Genre: Romantic Fantasy
Seitenzahl: 416 Seiten

(Quelle Cover und Inhalt: Blanvalet)

Zum Inhalt:
Dr. Megeara Kafieri hat nur ein Ziel: Sie will beweisen, dass sich die sagenumwobene Insel Atlantis genau dort befand, wo ihr verstorbener Vater sie vermutet hat. Sie reist nach Griechenland, doch statt einer Insel findet sie dort einen in den Fluten treibenden Fremden – einen Mann, dessen Gesicht sie in ihren Träumen schon tausendmal gesehen hat … Geary ahnt nicht, in welcher Gefahr sie schwebt. Der verführerische Fremde ist Arik, der Gott der Träume – und nach zwei Wochen als Sterblicher auf der Erde muss er in dem Olymp zurückkehren … mit einer menschlichen Seele. Gearys Seele.

Meine Meinung:
In "Gebieter der Träume", dem 11. Teil der Dark-Hunter-Serie, spielt die griechische Mythologie zwar wieder eine große Rolle, jedoch erweitert die Autorin Sherrilyn Kenyon zusätzlich ihre Welt um die Dream-Hunter. Zeitlich gesehen scheint das Buch vor den anderen Bänden der Reihe zu spielen, so dass es auch einzeln gelesen werden könnte.

Bei den Dream-Hunter handelt es sich um die Oneroi, Traumgötter, die in die Träume der Menschen eindringen und diese auch beeinflussen können. Die Oneroi selber empfinden keine Gefühle und erleben diese nur durch die menschlichen Träume. Werden sie nach diesen Emotionen süchtig, werden sie zu Skoti, was einer Degradierung und Ächtung gleichkommt. Der Protagonist Arik ist einer dieser Skoti, der süchtig ist nach den erotischen Träumen der Heldin Megeara. Da er diese Gefühle selber empfinden möchte, schließt er mit Hades, dem Gott der Unterwelt, einen Deal. Arik kann zwei Wochen lang als Mensch auf der Erde verbringen, muss danach jedoch Gearys Seele an Hades aushändigen.

Megearas Vater war bis zu seinem Tod auf einer fanatischen Suche nach Atlantis und wurde dafür von anderen Wissenschaftlern belächelt, geschnitten und verhöhnt. Selbst Geary hat einen anderen Nachnamen angenommen, um nicht mit ihm in Verbindung gebracht zu werden. Doch erst als sie ein altes Medaillon, das aus Atlantis zu stammen scheint, von ihm erbt, erkennt sie, dass sie ihrem Vater Unrecht getan hat. Nun sucht sie selbst nach der untergegangenen Insel, erhält aber keine Ausgrabungsgenehmigung. Dies ändert sich jedoch, als sie den ganz alleine im Meer treibenden Arik an Bord nimmt, denn er hat einige wichtige Kontakte und beschafft ihr die Erlaubnis unter der Bedingung, an der Expedition teilnehmen zu dürfen. Doch Geary traut Arik, in dem sie den Mann aus ihren erotischen Träumen erkennt, nicht so recht. Zum Wohle der Menschheit darf zudem Atlantis nicht wiederentdeckt werden, weshalb die griechischen Götter die Ausgrabung auf lebensbedrohliche Art sabotieren. Und dann ist da noch das Problem mit Gearys Seele, nach der Hades verlangt.

Zwar bringt die Autorin mit neuen Ideen wieder frischen Wind in die Serie, jedoch ist ihr die Umsetzung meiner Meinung nach nicht besonders gut gelungen. Sowohl Geary als auch Arik waren mir lange Zeit nicht ganz so sympathisch. Arik wird anfangs als Trottel dargestellt, da er sich auf einen Handel mit Hades einlässt, ohne dessen Bedingungen zu kennen. Außerdem findet er sich in der Welt der Menschen überhaupt nicht zurecht und wirkt deshalb öfters wie ein Schwächling. Geary hat nie zu ihrem Vater gehalten, ihn sogar gemieden, und dreht sich dann nach seinem Tod um 180 Grad. Des Weiteren spinnt sie sich die abenteuerlichsten Sachen über Arik zusammen. Erst ziemlich zum Schluss hin lief der Roman für mich rund und ich habe dann auch den Hauptcharakteren ihre Liebe zueinander abgekauft. Ich hoffe sehr, dass Sherrilyn Kenyon mit dem nächsten Teil wieder zu ihrer alten Stärke zurückfindet.

Fazit:
Bei Charakteren, die lange Zeit nicht sehr sympathisch wirken, reißen leider auch neuen Ideen nicht mehr viel raus. Lediglich für das schöne und rührselige Ende lohnt es sich, am Ball zu bleiben.

Bewertung:
3 von 5 Punkten

Infos zur Serie:
Dark Hunter

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