Donnerstag, 18. April 2013

[Rezension] Christine Feehan - Fluch der Nacht (Dark Series 19)

Originaltitel:  Dark Curse
Verlag:  Bastei Lübbe
Erschienen:  März 2012
Genre:  Romantic Fantasy
Seitenzahl:  524 Seiten

(Quelle Cover und Klappentext: Bastei Lübbe)

Klappentext:
Der Karpatianer Nicolas De La Cruz möchte nur noch eines: seiner Existenz ein Ende bereiten, denn er hat lange genug gelitten. Doch dann begegnet er der schönen Lara, die sein Herz berührt und in deren Adern das Blut von Drachensuchern, Magier und Menschen fließt. Auch ihre Seele weist schwere Verletzungen auf: Als Kind wurde Lara von ihrem Großvater und ihrem Vater zu qualvollen Experimenten missbraucht. Sie muss sich den dunklen Schatten ihrer Vergangenheit stellen – und einer Gefahr, die das gesamte karpatianische Volk bedroht. Kraft dafür findet sie in der Liebe zu Nicolas. Doch gibt es für die beiden in diesen düsteren Zeiten überhaupt eine Zukunft?

Meine Meinung:
Die Autorin Christine Feehan hat mit "Fluch der Nacht" den 19. Teil der Dark-Serie verfasst, die den Leser in die Welt der Karpatianer entführt, wie die guten Vampire in dieser Reihe genannt werden. Diese haben es sich zur Aufgabe gemacht, die bösartigen Vampire zu vernichten. Aber auch Magier nehmen mittlerweile einen gewissen Raum in den Büchern ein und es geht dabei sehr fantasievoll zu. Einfallsreich ist die Autorin aber auch bei der karpatianischen Sprache, verwendet diese allerdings etwas zu oft, was den Lesefluss stören könnte. Die erotischen Szenen sind ziemlich ausgeprägt und gehen manchmal über mehrere Seiten, werden jedoch immer sehr niveauvoll beschrieben. Da der Roman sehr komplex ist, sollte man auch die anderen Bücher der Serie kennen.

Nicolas De La Cruz ist ein mehrere Jahrhunderte alter Karpatianer, der bereits in jungen Jahren, wie alle anderen Männer seines Volkes, die Fähigkeit verloren hat, Farben zu erkennen und Gefühle zu empfinden. In all den Jahren hat er es nicht geschafft, seine ihm bestimmte Seelengefährtin zu finden, die ihm seine verlorenen Fähigkeiten wieder gibt, und nun steht seine Wandlung zum blutrünstigen Vampir kurz bevor. Er hat sich jedoch entschlossen, seinem Leben ein Ende zu bereiten und in die Sonne zu gehen. In seiner letzten Nacht trifft er auf Lara Calladine, die einem starken Magiergeschlecht entstammt, aber auch karpatianisches Blut in sich trägt, und erkennt in ihr seine Gefährtin.

Allerdings ist Nicolas ein überaus dominanter Mann, der von sich und seinen Ansichten sehr überzeugt ist und Lara zunächst seinen Willen aufzwingt, wodurch sie sich regelrecht eingesperrt fühlt. Doch Lara hat sich geschworen, nie wieder eine Gefangene zu sein und geht dafür auch bis zum Äußersten. Denn als Kind erlebte sie ein wahres Martyrium. Sie wurde von ihrem Vater und Großvater in einer Eishöhle gefangen gehalten und nur ihre beiden Tanten gaben ihr Halt und halfen ihr bei der Flucht. Nun ist Lara zurückgekehrt, um auch ihre Tanten zu befreien. Doch schon bald offenbart sich, dass wesentlich mehr hinter ihrer tragischen Kindheit steckt und auch die Zukunft der Karpatianer davon betroffen ist.

Die fantasievolle Rahmenhandlung rund um den bösen Magier war mir stellenweise etwas zu übertrieben. Dafür fand ich die Liebesgeschichte wieder sehr gelungen. Laras Kindheit war für mich sehr tragisch und herzzerreißend beschrieben und doch lässt sie sich nicht unterkriegen und mausert sich nach und nach zu einer selbstbewussten Heldin und einer ebenbürtigen Partnerin für Nicolas. Denn dieser ist, wie ich es von Christine Feehan kenne, ein wahrer Alphamann, der mit einem großen Beschützerinstinkt versehen ist und versucht, die eher unschuldige Protagonistin Lara zu dominieren. Der nächste Teil wird von Laras Vater Razvan handeln, über den man in diesem Roman bereits einiges erfährt.

Fazit:
Auch wenn es zwischendurch zu fantasievoll wird, bietet "Fluch der Nacht" wieder eine gefühlvolle und tragische Liebegeschichte mit den typischen Christine-Feehan-Protagonisten: einen sehr dominanten Alphamann und eine Heldin, die erst noch zu ihrer inneren Stärke finden muss.

Bewertung:
4 von 5 Punkten

Infos zur Serie:

Kommentare:

Melanie S. hat gesagt…

Ich verschlinge diese Reihe zwar nicht mehr so wie früher, aber hin und wieder habe ich doch Lust auf einen Band und lese die Reihe auch! Zwar bin ich nicht ganz auf dem aktuellen Stand, aber irgendwann braucht man auch ne kleine Pause ;) Ich finde es aber spannend, dass die Autorin auch an dieser Stelle noch versucht neue Aspekte einzubringen und obwohl vieles ähnlich abläuft, verliere ich nicht das Interesse daran.
Schön zu sehen, dass es auch anderen so geht! Mittlerweile hört man von vielen Seiten ja nur, dass sie die Reihe abbrechen, weil nichts Neues mehr kommt, aber mir gefällt es trotzdem noch.

BUCHimPULSe hat gesagt…

Hallo Melanie,

die ersten Bücher der Serie habe ich auch regelrecht verschlungen. Aber diese Reihe ist die einzige, die ich nicht in der richtigen Reihenfolge lese. Ich habe mittendrin angefangen, dann am Anfang weitergemacht, zwischendurch ein paar Teile ausgelassen und dann wieder beim Buch über Natalya Shonski eingestiegen. :-)

Abbrechen werde ich die Serie nicht, denn die neuen Ideen mit Magiern finde ich nicht schlecht, denke aber, dass es Neueinsteiger sehr schwer haben werden, in die Serie rein zu kommen.

Viele Grüße
Bianca

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