Donnerstag, 7. Februar 2013

[Rezension] Thea Harrison - Der Kuss des Greifen (The Elder Races 03)

Originaltitel:  Serpent's Kiss
Verlag:  Egmont Lyx
Erschienen:  Januar 2013
Genre:  Romantic Fantasy
Seitenzahl:  456 Seiten

(Quelle Cover und Inhalt: Egmont LYX)

Klappentext:
Um das Leben eines Freundes zu retten, geht der Wyr-Krieger Rune einen Pakt mit der Vampirkönigin Carling ein. Als er seine Seite des Abkommens erfüllen will, muss er feststellen, dass die Königin unter einer gefährlichen Krankheit leidet und zunehmend den Verstand verliert. Rune, der sich unwiderstehlich zu Carling hingezogen fühlt, riskiert alles, um ihr zu helfen.

Meine Meinung:
Thea Harrison hat mit "Der Kuss des Greifen" den 3. Teil der Elder-Races-Serie verfasst, der wieder direkt an den 2. Band "Gebieter des Sturms" anknüpft. Meiner Meinung nach kann dieser Roman aber unabhängig von den anderen Büchern der Reihe gelesen werden, denn wichtige Geschehnisse werden noch mal kurz dargestellt.

Der Schreibstil ist wieder sehr flüssig und die von der Autorin geschaffene Welt wird durch neue Ideen erweitert. Während in Teil 1 die Gestaltwandler, oder auch Wyr, im Mittelpunkt standen und danach auf den Dunklen Fae das Hauptaugenmerk lag, widmet sich dieser Band den Vampyren. Interessant ist beispielsweise, dass Menschen Visaanträge bei der "Vampyr-Regierung" stellen können, um in einen Vampyr verwandelt zu werden.

Die 4000 Jahre alte Carling war einst die Königin der Vampire, bis sie abdankte und ein Mitglied des Rates der Alten Völker wurde. Doch sie ist auch eine mächtige Zauberin und rettete dadurch den Wyr Tiago, einen Donnervogel, das Leben. Als Ausgleich verlangte sie einen Dienst von seinem Freund Rune, der ein Greif (halb Adler, halb Löwe) und der erste Wächter des Wyr-Anführers Dragos ist. Mit gemischten Gefühlen tritt Rune die Verpflichtung an, denn er weiß nichts über die Art und Länge des Dienstes.

Schnell findet Rune heraus, dass Carling an einer schweren Krankheit leidet, die sehr alte Vampire befällt, und ihr anscheinend nur noch ein paar Wochen bleiben, bevor sie stirbt. 2 Jahrhunderte forschte Carling nach einem Heilmittel, hat nun aber aufgegeben und wartet auf den Tod. Anfänglich wirkt sie sehr gefühlskalt, denn seit einiger Zeit kann sie selber keine Gefühle mehr empfinden, sondern nur die Emotionen anderer Lebewesen spüren. Allerdings ist Rune ein typischer Wyr, der nicht so leicht aufgibt und Carling neuen Lebensmut einflößt, während er mit ihr zusammen versucht, ihre Krankheit zu bekämpfen, und sie dabei langsam aber sicher verführt. Die Krankheit schreitet jedoch immer weiter fort und seine Hilfe hat unerwartete und bedrohliche Auswirkungen.

Carling war mir anfänglich mit ihrer gefühlskalten Art nicht sehr sympathisch, das änderte sich aber, je mehr ich über sie erfuhr. Dafür mochte ich Rune auf Anhieb, der Carling von Anfang an helfen wollte, obwohl er sie kaum kennt. Außerdem treffen hier bereits Khalil und Grace aufeinander, die die Protagonisten des nächsten, vielversprechenden Teils sein werden. Über die anderen Wyr liest man aber leider recht wenig.

Fazit:
Diesmal widmete sich die Autorin den Vampyren und ihrer Lebensart und hat das Ganze mit Zauberei und einer abenteuerlichen Suche nach einem Heilmittel vermischt. Auch wenn "Der Kuss des Greifen" für mich nicht ganz an die Vorgängerbände heranreichen konnte, so ist er doch wieder gut gelungen. Nun bin ich gespannt auf den nächsten Teil, der von Khalil und Grace handeln wird und den Leser mit den Dämonen vertrauter macht.

Bewertung:
4,5 von 5 Punkten

Infos zur Serie:
The Elder Races

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