Donnerstag, 21. Februar 2013

[Rezension] Julia S. Heinrich - Joline (GenTec Genesis 01)

Verlag:  bookshouse
Erschienen:  Januar 2013
Genre:  Science-Fiction (Öko-Thriller)
Seitenzahl:  273 Seiten (eBook)

(Quelle Cover und Klappentext: bookshouse)

Klappentext:
„Ich konnte nicht abdrücken. Vor mir stand das hässlichste Pferd, das ich jemals gesehen hatte, und ich konnte einfach nicht abdrücken.“
Anfangs sind es noch die Neugier und ihre beste Freundin Sina, die Joline in einen seltsamen Klub am Rande der Stadt treiben. Doch schnell stellt die 15-Jährige fest, dass es sich um einen Stützpunkt von Militanten handelt. Eine Gruppe, die sich dem Kampf gegen das Gentechnik-Unternehmen verschrieben hat, in dem Jolines Vater als Forscher arbeitet. Nach anfänglichem Misstrauen erliegt Joline den Einflüsterungen des charismatischen Anführers Zerberus und schließt sich den Aufständischen an. Ihr Auftrag: Die künstlich von PhönixGenTec geschaffenen Tiere zu töten. Als sie im Wald der Firma auf eines der reproduzierten Wildpferde trifft, kommt alles anders als geplant – und Joline muss sich entscheiden, ob sie ihrem Verstand oder ihrem Herzen folgen will ...

Meine Meinung:
"Joline" ist der erste Band der GenTec-Genesis-Serie von der deutschen Autorin Julia S. Heinrich, die in der Zukunft um 2044 in Deutschland spielt und sich mit der Gentechnik befasst. Aufgrund dieses komplexen, aber auch sehr interessanten Themas lässt sich der Roman jedoch nicht immer so einfach weg lesen.

Die zukünftige Welt, die die Autorin hier geschaffen hat, ist sehr faszinierend. Es gibt einige erstaunliche, technische Errungenschaften, wie beispielsweise das Handtop. Dabei handelt es sich um einen Biochip, der in die Hand transplantiert wird, und das Smartphone der Zukunft ist. Und bei den von dem Unternehmen PhönixGenTec durchgeführten Genexperimenten werden ausgestorbene Tierarten, einige sogar seit mehreren tausend Jahren, reproduziert und gentechnisch verbessert.

Die Ich-Erzählerin Joline ist eine 15jährige Jugendliche, die über ihre beste Freundin Sina an die Militanten gerät. Diese haben es sich zum Ziel gemacht, PhönixGenTec zu bekämpfen und die Repros, wie die reproduzierten Tiere genannt werden, zu töten. Anfangs steht Joline der militanten Gruppe skeptisch gegenüber und möchte lediglich Informationen sammeln. Doch der Anführer Zerberus kann sehr überzeugend sein und außerdem gibt es da auch noch Philipp, ein Gruppenmitglied, in das sich Joline verguckt hat, so dass sie sich schon bald den Militanten anschließt.

Nach ihrem ersten ausgeführten Auftrag, ein Repro zu töten, kriegt Joline große Gewissensbisse. Doch ihren Eltern kann sie sich nicht anvertrauen, denn ihr Vater ist ein Forscher bei PhönixGenTec und ihre Mutter eine erfolgreiche Biochemikerin, deren Ruf durch Jolines Handeln Schaden nehmen könnte. Als Sina schwer verletzt ins Krankenhaus kommt, muss Joline den Kampf gegen die Militanten alleine aufnehmen.

Dieser Roman passt nicht in mein übliches Beuteschema, was Bücher betrifft. Jedoch finde ich das Thema rund um Genexperimente äußerst interessant, so dass ich nicht widerstehen konnte und auch nicht enttäuscht wurde. Die Zukunft finde ich sehr ansprechend gestaltet. Und Joline ist ein junge Heldin, in die man sich gut hinein versetzten kann. Es ist kein Wunder, dass sie sozusagen auf Abwägen gerät, denn sie wird oft von ihren arbeitenden Eltern allein gelassen. Lediglich wenn es in diesem Buch zu Erklärungen im Bereich der Gentechnik kommt, gibt es ein bis zwei kleine Längen.

Fazit:
"Joline" ist ein gelungener Einstieg in eine Serie, die sich mit der Gentechnik befasst und in der Zukunft spielt. Auch wenn es sich eher um einen Young-Adult-Roman handelt, so kann man ihn doch gut auch Erwachsenen empfehlen. Das offene Ende lässt mich nun gespannt auf den nächsten Teil warten.

Bewertung:
4 von 5 Punkten

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