Sonntag, 25. November 2012

[Rezension] Michelle Raven – Trügerisches Spiel (Hunter-Serie 04)

Verlag:  Egmont Lyx
Erschienen:  November 2012
Genre:  Romantic Thrill
Seitenzahl:  436 Seiten

(Quelle Cover und Klappentext: Egmont LYX)

Klappentext:
FLIEH, WENN DU KANNST… Jocelyn Callaghan ist nur knapp einem Mordversuch der Mafia entkommen und wähnt sich im Zeugenschutzprogramm in Sicherheit. Als erneut ein Anschlag auf ihr Leben verübt wird, weiß Jocelyn, dass sie verraten wurde. Wem kann sie jetzt noch trauen? Verzweifelt bittet sie Detective Jay Hunter um Hilfe. Schon bald stellt sich heraus, dass hinter den Mordanschlägen weit mehr steckt, als bislang vermutet…

Meine Meinung:
"Trügerisches Spiel" ist der 4. Teil der Hunter-Serie der deutschen Autorin Michelle Raven. Während die ersten drei Bände vor einigen Jahren bereits bei anderen Verlagen als Erstveröffentlichungen erschienen sind und seit Anfang 2011 als überarbeitete Neuausgaben bei Egmont LYX herausgegeben wurden, geht es nun endlich mit der Reihe um die sechs Hunter-Geschwister weiter. Dieser Roman kann aber auch ohne Probleme unabhängig von den weiteren Serientiteln gelesen werden.

Man trifft in diesem Buch nicht nur auf andere Mitglieder der Hunter-Familie wie z.B. Clint, sondern auch auf einen Charakter aus der TURT/LE-Serie. Jedoch sind auch hier keine Vorkenntnisse notwendig. Der Schreibstil ist wieder sehr gefühlvoll und romantisch, aber andererseits auch überaus spannend.

Um ihr Medizinstudium zu finanzieren, arbeitet Jocelyn als Sekretärin in einem Hochhaus. Als sie nach Feierabend den Fahrstuhl anstatt die Treppe nimmt, ist dies eine folgenschwere Entscheidung für sie. Denn neben zwei Anwälten steigt auch noch ein Killer ein, der die Anwälte kaltblütig vor ihren Augen tötet und sich dann ihr zuwendet. Allerdings kann sie sich wehren und kommt gerade noch mal mit dem Leben davon. Doch dem angeblichen Auftraggeber Leone kann man nichts nachweisen und weitere Mordversuche lassen sie schließlich ins Zeugenschutzprogramm kommen. Sie muss nun alles hinter sich lassen und darf auch ihren Bruder Kevin nicht mehr sehen.

Einige Monate später arbeitet sie in einer Kleinstadt als Aerobic-Lehrerin, ist indessen aber sehr unglücklich, hat zu viel abgenommen und sieht verhärmt aus. Zu allem Übel ist auch noch ihre neue Identität aufgeflogen und ihr ist erneut ein Auftragsmörder auf den Fersen. Verzweifelt flüchtet sie nach San Francisco zurück und wendet sich an Jay Hunter.

Jay ermittelt bereits seit Jahren als Polizeidetective gegen den Mafiosi Leone, der bisher jedoch nicht überführt werden konnte. Da er mit dem Gangster noch eine Rechnung zu begleichen hat, ist er nur zu bereit, Jocelyn zu helfen und zu beschützen. Obwohl er bisher nur lockere Beziehungen hatte und keine feste Bindung eingegangen ist, rührt Jocelyn etwas tief in ihm an. Und auch Jocelyn entwickelt schnell Gefühle für den faszinierenden und beschützerischen Mann, was sie regelrecht aufblühen lässt. Doch nun schwebt nicht nur sie, sondern auch Jay in Lebensgefahr und beide müssen flüchten. Immer wieder spürt der Killer sie auf und sie können niemanden mehr vertrauen.

Fazit:
"Trügerisches Spiel" war wieder das reinste Lesevergnügen. Jay ist der typische Michelle-Raven-Held mit einem ausgeprägten Beschützerinstinkt, der aber auch sehr gefühl- und liebevoll sein kann. Lediglich zum Schluss hin fand ich, dass er sich nicht so ganz gegen seinen großen Bruder Clint behaupten konnte. Auch Jocelyn gefiel mir sehr gut. Sie hat so einiges mitgemacht und so jemanden wie Jay mehr als verdient. Der Thriller-Plot ist ebenfalls gut gelungen und bietet einige Wendungen, so dass es bis zum Schluss spannend bleibt. Leider muss man nun auf den 5. und letzten Teil der Reihe einige Zeit (höchstwahrscheinlich ein Jahr) warten, die ich mir aber mit neuen Büchern aus der Dyson-Dilogie und der TURT/LE-Serie verkürzen werde.

Bewertung:
5 von 5 Punkten

Infos zur Serie:

1 Kommentar:

buchverliebt hat gesagt…

Ja, Michelle Raven hat eben den ultimativen Sucht-Faktor. Ich habe das Buch auch vorgestern(?!) ausgelesen und rezensiert, aber immer wieder am Ende denke ich "boah und jetzt mehr davon!"

Leider heißt es erst mal wieder warten.

Gruß
Sarah

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