Samstag, 17. November 2012

[Rezension] Lara Wegner – Im Bann des Wolfes (Söhne der Luna 01)

Verlag:  Sieben Verlag
Erschienen:  April 2010
Genre:  Romantic Fantasy (historisch)
Seitenzahl:  273 Seiten (eBook)

(Quelle Cover und Klappentext: Sieben Verlag)


Hinweis:
Von der geringen Seitenanzahl bei der Printversion sollte man sich auf keinen Fall abschrecken lassen, denn der Roman ist beim Sieben Verlag im Tradepaperback-Format erschienen. Das bedeutet, dass das Buch ein wesentlich größeres Format hat als "normale" Taschenbücher. Hinzukommt eine kleinere Schriftart, so dass zu Vergleichszwecken meiner Meinung nach die Seitenzahl verdoppelt werden kann. Wer eine kostengünstigere Alternative bevorzugt, sollte zum eBook greifen.
Des Weiteren verweise ich auf den folgenden Link: Bedeuten weniger Seiten bei einem Buch auch weniger Inhalt?

Klappentext:
In Madame Chrysanthemes Haus werden die Wünsche und Sehnsüchte der Höflinge des Königs nach Laster und Sinnlichkeit mit höchster Professionalität erfüllt. Nicht zuletzt verdankt das exklusive Etablissement seinen hervorragenden Ruf der jungen Florine, die als rechte Hand der Chefin die Geschäfte führt. Nachdem Florine jedoch versehentlich den Werwolf Cassian de Garou aus einer höchst prekären Situation befreit hat, gerät ihr Leben völlig aus den geregelten Bahnen. Der Clan der Werwölfe führt einen Jahrtausende alten Kampf gegen einen Gegner, der auch den Vampiren zu schaffen macht. Eine alte Fehde verhindert jedoch ein gemeinsames Vorgehen der Werwölfe und Vampire gegen den Feind. Florine gerät in diesen Schmelztiegel aus Macht und Ehre, der sie fast zerreißt. Denn auch ihr Schicksal ist in die Ereignisse verwoben und sie muss sich Tatsachen stellen, die sie nie vermutet hätte. Hinzu kommt, dass ein mächtiger Vampir Anspruch auf sie erhebt, ebenso wie der nicht minder gefährliche Cassian de Garou.

Meine Meinung:
Mit „Im Bann des Wolfes“ gelingt der Autorin Lara Wegner ein faszinierender Einstieg in die Söhne-der-Luna-Trilogie. Die Romantic-Fantasy-Reihe bedient sich dabei eines historischen Settings, das zur Zeit der Regentschaft von König Louis des XV von Frankreich (ca. 1750) spielt. Der Schreibstil ist dementsprechend historisch angehaucht, jedoch lässt sich der Roman flüssig und schön lesen.

Neben Werwölfen und Vampiren gibt es noch blutrünstige, Menschen fressende Monster, die als Namenlose bezeichnet werden. Vor 100 Jahren hatten die Werwölfe der Familie de Garou mit dem Großmeister der Vampire, mit dem sie im Krieg lagen, einen Waffenstillstand vereinbart, um die Namenlosen vereint zu vernichten. Aber einige dieser Kreaturen mussten entkommen sein und eine neue, zahlreiche Brut groß gezogen haben.

Die Heldin Florine ist ein Findelkind, das im Alter ab 9 Jahren in einem exklusiven Bordell aufgewachsen ist. Sie ist jedoch keine Kurtisane geworden, sondern hat das Beste aus ihrer Situation gemacht. Sie hat ein gutes Händchen für das Ausrichtung von Feierlichkeiten, Dekorationen und der reizvollen Präsentation der Kurtisanen entwickelt. Als sie für den reichen Adligen Saint-Germain eine Veranstaltung organisiert, entdeckt sie dabei, dass dieser einen Mann gefangen hält. Saint-Germain kettet sie an den Gefangenen Cassian de Garou, den er bezichtigt, ein Werwolf zu sein. Aber Florine weiß sich und Cassian zu befreien und verhilft ihm damit zur Flucht.

Saint-Germain fordert jedoch für die ruinierte Feierlichkeit eine hohe Entschädigung, und so bleibt für Florine nur die Möglichkeit, sich bei einer Auktion an den höchstbietenden Freier zu versteigern. Cassian musste unentwegt an Florine denken und ersteigert sie daher auf dieser Auktion. Nach einer leidenschaftlichen Nacht kann auch Florine Cassian nicht vergessen.

Jedoch treiben die Namenlosen immer noch ihr Unwesen und Cassians Vater und Bruder sind angereist, um ihn im Kampf gegen eine Übermacht dieser Kreaturen beizustehen. Ihre Chancen stehen aber sehr schlecht und der vampirische Großmeister verweigert seine Hilfe. Zudem ist Florine verängstigt, als sie erfährt, dass Cassian ein Werwolf ist. Und als sich dann auch noch ihre Herkunft offenbart, scheint eine Beziehung zu ihm unmöglich zu sein.

Fazit:
Der Alpha-Werwolf Cassian de Garou ist ein Heißsporn und handelt des Öfteren auch unüberlegt. Aber gerade dies hat ihn mir sympathisch gemacht. Auch Florine war eine interessante Protagonistin. Dass eine Heldin in einem historischen Roman sozusagen die Stellvertreterin einer Bordellbesitzerin wird, ist doch eher ungewöhnlich. Lediglich ihre Angst gegenüber Cassian als Werwolf, die aber für die Handlung notwendig war, fand ich ein bisschen aufgebauscht. Ansonsten gefiel mir der Mix aus Romantic Fantasy mit einem historischen Setting äußerst gut und macht Lust, auch die anderen Teile der Serie zu lesen.

Bewertung:
4,5 von 5 Punkten

Infos zur Serie:


Vielen Dank an den Sieben Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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