Dienstag, 6. November 2012

[Rezension] Lara Adrian – Erwählte der Ewigkeit (Midnight-Breed-Serie 10)

Originaltitel:  Darker after Midnight
Verlag:  Egmont Lyx
Erschienen:  August 2012
Genre:  Romantic Fantasy
Seitenzahl:  458 Seiten

(Quelle Cover und Klappentext: Egmont Lyx)

Klappentext:
Der Vampir Sterling Chase ringt seit Langem mit den Abgründen seines Wesens. Da er nichts mehr zu verlieren hat, ist er zum Äußersten bereit, um den Erzfeind des Vampirordens, den finsteren Dragos, endlich zur Strecke zu bringen. Doch seine Pläne werden durchkreuzt, als die schöne Tavia zwischen die Fronten des Konfliktes gerät. Chase fühlt sich sofort zu ihr hingezogen – er ahnt jedoch nicht, dass sie ein Geheimnis birgt, das die Welt für immer verändern könnte …

Meine Meinung:
Mit "Erwählte der Ewigkeit", dem 10. Teil der Midnight-Breed-Serie, schließt die Autorin Lara Adrian den großen, mehrere Bände übergreifenden Handlungsbogen über den Kampf des Vampirordens gegen ihren bösen Widersacher Dragos ab. Zum besseren Verständnis sollten auch die anderen Bücher der Reihe gelesen worden sein.

Lara Adrian hat sich mit diesem Roman mal wieder selbst übertroffen. Zwar wird die große Rahmenhandlung zu Ende geführt, gleichzeitig eröffnen sich aber aufgrund des spannenden, unglaublichen Ereignisses zum Schluss hin neue, interessante Möglichkeiten für die nächsten Bände dieser Reihe, die rund 20 Jahre später spielen werden. Auch werden einige Fragen beantworten, z.B. über die Herkunft der Stammesgefährtinnen. Hinzukommt ein flüssiger Schreibstil, so dass die Seiten nur so dahin fliegen.

Mit Sterling Chase wird dem Leser ein äußerst tragischer Held präsentiert. Die Liebe zu Elise, der Witwe seines Bruders, wurde nicht erwidert. Und dann musste er noch seinen Neffen töten, der dem Blutdurst erlag und zum Rogue mutierte, einem Zustand, in dem Vampire wahllos und skrupellos Menschen umbringen. Danach schien Chase eine Rückkehr in sein altes Leben undenkbar und er schloss sich dem Orden an, jedoch ging es mit ihm immer weiter bergab. Nach einem misslungenen Attentat auf Dragos wurde er von der menschlichen Polizei verhaftet und ist nun auf sich allein gestellt.

Beobachtet wurde dieser Mordversuch von Tavia Fairchild, die ein fotografisches Gedächtnis und ein unglaubliches Organisationstalent besitzt und bei einem angesehenen Politiker beschäftigt ist. Bei der Gegenüberstellung auf dem Polizeirevier warnt Chase sie vor der Bedrohung, die Dragos darstellt, denn dieser scheint mit Tavias Chef bekannt zu sein. Doch Tavia beachtet die Warnungen nicht und daher bricht Chase aus dem Gefängnis aus, um Tavia zu entführen und somit zu schützen.

Zunächst hält Tavia Chase für psychisch gestört, aber schon bald muss sie erkennen, dass das Leben, das sie geführt hat, eine einzige, große Lüge war und sie nur noch Chase vertrauen kann. Die beiden kommen sich näher, doch Chase droht zum Rogue zu werden. Und Dragos verfolgt ein Ziel, dass die Existenz sämtlicher Stammesvampire bedroht.

Fazit:
Über mehrere Bände konnte ich verfolgen, wie Sterling Chase sich immer weniger im Griff hatte und wie es immer mehr bergab mit ihm ging. Nun hat er endlich sein eigenes Buch bekommen und ich wurde nicht enttäuscht. Auch Tavia ist sehr interessant geraten und hat mich sehr überrascht. Das Ende gefiel mir sehr gut, denn zum einen ist es ein toller Abschluss der bisherigen Bände und zum anderen eröffnet es eine neue Rahmenhandlung für die nächsten Teile.

Bewertung:
5 von 5 Punkten

Infos zur Serie:

Buchzitate:
Das Titan wirkte schon. Es drang in den Blutkreislauf des Rogue, schoss durch seine verseuchten Venen und Arterien wie Gift, genau wie Chase gesagt hatte.
Auf diesen guten Rat hin hatte Tavia vor einigen Stunden einem Pfandleihgeschäft einen Besuch abgestattet und die Hälfte ihres restlichen Bargelds in diesen Dolch investiert. Gut gemacht, dachte sie und sah zu, wie der Rogue auf die Knie fiel und das Metall ihm schnell den Garaus machte. Jagdmesser aus Titan, gebraucht: dreiundsechzig Dollar.
Wirkung auf Rogues: Unbezahlbar.
(Seite 399)

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