Dienstag, 24. Juli 2012

[Rezension] E. L. James - Geheimes Verlangen (Shades of Grey 01)

Originaltitel:  Fifty Shades of Grey
Verlag:  Goldmann
Erschienen:   Juli 2012
Genre:  Erotic Romance
Seitenzahl:  602 Seiten

(Quelle Cover und Inhalt: Goldmann Verlag)

Dieser Roman ist für Leser unter 18 Jahren nicht geeignet!

Zum Inhalt:
Sie ist 21, Literaturstudentin und in der Liebe nicht allzu erfahren. Doch dann lernt Ana Steele den reichen und ebenso selbstbewussten wie attraktiven Unternehmer Christian Grey kennen - und möchte ihn eigentlich schnellstmöglich wieder vergessen, denn die Begegnung mit ihm hat sie zutiefst verwirrt. So sehr sie sich aber darum bemüht: Sie kommt von ihm nicht los. Denn Christian hat etwas in ihr berührt, das sich seitdem nicht mehr verdrängen lässt. Und als Christian einige Zeit später wieder vor ihr steht, kann sie nicht anders, als ihren Gefühlen nachzugeben. Von da an ist nichts mehr wie zuvor. Denn Christian führt Ana ein in eine dunkle, gefährliche Welt der Liebe - in eine Welt, vor der sie zurückschreckt und die sie doch mit unwiderstehlicher Kraft anzieht ...

Meine Meinung:
Mit "Geheimes Verlangen" startet die Shades-of-Grey-Trilogie der britischen Autorin E. L. James. Es handelt sich hierbei um einen Liebesroman, der den Leser tiefe Einblicke in die Welt des BDSM (Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism) gewährt. Dementsprechend gibt es viele, heiße und einfallsreiche Erotikszenen.

Der Schreibstil ist stilistisch nicht immer ganz einwandfrei, denn es gibt manchmal zu viele Wortwiederholungen. Verfasst wurde das Buch in der Ich-Form aus Sicht der Heldin und auch im Präsens (Gegenwartsform), was mir persönlich aber nicht störend auffiel. Der Roman hat aber auch seine humorvollen Seiten, vor allem wenn sich Held und Heldin in ihren E-Mails einige amüsante Wortgefechte liefern oder wenn die Heldin Selbstgespräche mit ihrem Unterbewusstsein und ihrer "Inneren Göttin" führt. Insgesamt ist der Schreibstil leicht zu lesen und lässt die Seiten nur so dahin fliegen.

Da ihre beste Freundin Kate erkrankt ist, lässt sich Anastasia Steele von ihr überreden, ein Interview mit dem Unternehmer Christian Grey für die Studentenzeitung zu führen. Ana hat sich nie besonders für Männer interessiert und ist noch unerfahren in der Liebe. Daher ist sie dem erfolgreichen und äußerst attraktiven Milliardär gegenüber zunächst verunsichert, fühlt sich aber auch gleichzeitig zu ihm hingezogen.

Christian Grey ist ein sehr faszinierender Charakter. Er wurde mit vier Jahren adoptiert, mag keine liebevollen Berührungen und ist bereits sehr jung in die BDSM-Szene geraten. Als Leser möchte man natürlich erfahren, wie alles so gekommen ist. Doch da die Geschichte nur aus Anas Sicht erzählt wird, gibt Christian nur mal zwischendurch kleine Häppchen aus seiner Vergangenheit Preis, bleibt ansonsten aber bis zum Schluss sehr geheimnisvoll, und man muss sich diesbezüglich wohl auf den nächsten Teil vertrösten lassen.

Man merkt jedoch von Anfang an, dass zwischen Christian und Ana ein Funke überspringt und der welterfahrene und dominate Christian für die unschuldige Ana eine große Schwäche entwickelt. Beide versuchen sich dem Lebensstil des jeweils Anderen anzupassen. Allerdings scheinen Welten dazwischen zu liegen, die das Glück der beiden immer wieder trüben.

Fazit:
Dieses Buch hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen. Besonders der geheimnisvolle Christian Grey hat es mir angetan. Ich bin schon sehr gespannt, was man über ihn in den nächsten Teilen erfahren wird. Aber auch Ana, die nach und nach gelernt hat, sich gegen Christian zu behaupten, gefiel mir gut. Die BDSM-Szene war für mich fremd und so fand ich die Einblicke in diese Welt sehr interessant. Das offene Ende lässt mich nun sehnsüchtig auf "Gefährliche Liebe", dem 2. Teil der Trilogie, warten, der aber bereits in den nächsten Wochen erscheinen wird.

Bewertung:
5 von 5 Punkten

Infos zur Serie:

Buchzitate:


Vielen Dank an den Goldmann Verlag und an LovelyBooks für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Kommentare:

Carl Heinz hat gesagt…

Auch ich fand´s recht spannend. Noch spannender fand ich jedoch die erotische Selbsterforschung von Peter Redvoort in "Pornos machen traurig" ...

CarlHeinz

Beate hat gesagt…

Hallo Bianca,
über das Buch wird ja viel diskutiert. Ich wollt es mir unbedingt kaufen. Aber irgendwie schrecken mich die verschiedenen Meinungen und eigentlich hör die eher auf mein Bauchgefühl. Ich wollt Dich aber trotzdem mal fragen, ob das Buch "so" schlimm ist, wie es gesagt wird?

Liebe Grüsse
Beate

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