Sonntag, 26. Februar 2012

[Rezension] Lynn Viehl – Für die Ewigkeit (Darkyn 05)

Originaltitel:  Evermore
Verlag:  Egmont Lyx
Erschienen:  Februar 2012
Genre:  Romantic Fantasy
Seitenzahl:  379 Seiten

(Quelle Cover und Inhalt: Lyx)

Zum Inhalt:
Seit vielen hundert Jahren steht Jayr als Seneschall in den Diensten des schottischen Darkyn-Lords Aedan mac Byrne. Einst rettete sie ihm das Leben und wurde daraufhin von ihm zu einer Unsterblichen gemacht. Schon seit Langem ist Jayr insgeheim in Aedan verliebt, doch die Gesetze der Darkyn verbieten eine Verbindung zwischen ihnen. Zudem war Jayr noch ein junges Mädchen, als sie in eine Darkyn verwandelt wurde, und so konnte sie nie ganz zur Frau reifen. Als Byrne beschließt seine Macht aufzugeben und sich von der Welt zurückzuziehen, versammeln sich Darkyn aus aller Welt in Byrnes Schloss zu einem großen mittelalterlichen Turnier. Bei dem Fest soll Michael Cyprien, der Herr der Darkyn, Byrnes Nachfolger bestimmen. Doch schon zu Beginn wird klar, dass nicht alle Anwärter gute Absichten hegen: Cypriens Gefährtin Alexandra, die die Gedanken von Mördern wahrnehmen kann, spürt, dass einer der Anwesenden Mordpläne hegt - sie weiß aber nicht, wer das Opfer sein soll. Jayr ist sich jedoch sicher, dass Byrnes Leben in größter Gefahr ist. Sie setzt alles daran, ihn zu beschützen und gerät dabei selbst in höchste Gefahr...

Meine Meinung:
Lynn Viehl hat mit dem Roman "Für die Ewigkeit" bereits den 5. Teil ihrer Darkyn-Reihe verfasst. Der Schreibstil ist wieder gewohnt gut und lässt einen den Roman schnell weg lesen. Auch in diesem Buch wird der mehrere Bänder umfassende Handlungsbogen fortgeführt, so dass es Neueinsteigern zu empfehlen ist, auch die anderen Teile gelesen zu haben.

Die Heldin Jayr war erst 17 Jahre alt, als sie in eine Darkyn verwandelt wurde. Ihre weibliche Figur hatte sich aufgrund der ausgebliebenen Pubertät noch nicht richtig entwickelt. Zudem bestätigen ein Kurzhaarschnitt und ein durchtrainierter Körper ihr knabenhaftes Aussehen. Daher kommt es nicht selten vor, dass sie für einen Mann gehalten und sogar von einem jungen Mädchen angehimmelt wird, die Jayr mit Tom Welling aus Smallville vergleicht. Leider kann es dann passieren, dass man beim Lesen immer den jungen Superman im Kopf hat, weshalb ich diese Szene etwas überflüssig fand. In den vielen Jahrhunderten hatte Jayr keine einzige Beziehung, denn für sie gibt es nur einen Mann: ihren Suzerän (Anführer) Aedan mac Byrne, bei dem sie jedoch meint, dass er einen anderen Frauentyp bevorzugt.

Aedan hat als Schotte gegen die Engländer gekämpft, als er in eine Fallgrube geraten ist und dort gestorben wäre, hätte die menschliche Jayr ihm nicht ihr Blut gegeben. Nach ihrer Verwandlung zur Darkyn hat er Jayr als seine Seneschallin verpflichtet. Doch auch Aedan empfindet mehr für sie. Tief in ihm schlummert aber etwas, dass gefährlich und sogar tödlich sein kann, und so beschließt er, seine Stellung als Suzerän - und damit auch Jayr - aufzugeben.

Aber Aedan und Jayr stehen nicht alleine im Mittelpunkt. Auch Michael Cyprien und Alexandra Keller werden in diesem Roman - und wie in den vorherigen - wieder sehr viel Platz eingeräumt und ihre Beziehung entwickelt sich weiter. Während Michael sich um Darkyn-Politik kümmern muss, versucht er Alexandra über ihre schlimmen Erinnerungen hinwegzuhelfen. Denn Alexandra wurde entführt, was sie bisher noch nicht richtig verarbeiten konnte, und dann wird auch noch ihre Gabe hervorgerufen: sie hört die Gedanken eines Mörders. Doch wer der Mörder ist und wer ermordet werden soll, kann sie nicht in Erfahrung bringen. Dafür hat sie jedoch reichlich Gelegenheit, ihr medizinisches und chirurgisches Wissen anzuwenden, so dass man eine äußerst interessante Operation geboten bekommt.

Während in diesem Roman die Bruderschaft des Lichts, welche die Darkyn jagt, keine aktive Rolle spielt, schafft es die Autorin mit einer neuen Idee zu fesseln. Geschickt verflechtet sie die Legende um Robin Hood mit der Geschichte der Darkyn, denn sowohl Robin of Locksley alias Hood als auch Nottingham sind Darkyn und eine alte Feindschaft wird wieder aufgewärmt.

Zum Schluss wird es dann richtig spannend und es gibt einige Überraschungen und Wendungen, mit denen man nicht gerechnet hätte.

Fazit:
Auch wenn es etwas zu bemängeln gab, überzeugt dieser Roman jedoch durch neue Ideen, vor allem mit der Legende um Robin Hood. Des Weiteren stellen die beiden Heldenpaare interessante und vielschichtige Charaktere dar, die sich im Laufe des Romans weiterentwickeln.

Bewertung:
4 von 5 Punkten

Infos zur Serie:

Buchzitate:

Kommentare:

Nana hat gesagt…

Stöber mich grad das erste Mal durch deinen Blog und bin schwer begeistert :) Wünderhübscher Blog und tolle Rezis (: Viele viele liebe Grüße :)

BUCHimPULSe hat gesagt…

Hallo Nana,

vielen lieben Dank für Dein nettes Lob. Ich freue mich, dass es Dir hier gefällt und wünsche Dir noch viel Spaß beim Stöbern.

Viele Grüße
Bianca

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