Sonntag, 12. Februar 2012

[Rezension] J.D. Robb - Spiel mit dem Mörder (Eve-Dallas-Serie 10)

Originaltitel:  Witness in Death
Verlag:  Blanvalet
Erschienen:  April 2006
Genre:  Romantic Thrill (futuristisch)
Seitenzahl:  608 Seiten

(Quelle Cover und Inhalt: Blanvalet)

Zum Inhalt:
Die Premiere der neuen Aufführung am New Yorker Globe-Theater findet ein unerwartetes Ende: Auf offener Bühne wird der berühmte Hauptdarsteller erstochen. Jetzt ist Eve Dallas in einer neuen Rolle: Sie ist Augenzeugin und ermittelnde Polizeibeamtin zugleich. Und außerdem hat Eve Dallas ein Fall in der Hand, in dem die Öffentlichkeit jeden ihrer Schritte beobachten wird. Als dann noch bekannt wird, dass ausgerechnet ihrem Mann Roarke das Theater gehört, steht Eve mehr im Zentrum des Medieninteresses, als ihr lieb ist. Und es gibt nur einen Ausweg, der unerwünschten Aufmerksamkeit zu entfliehen: Sie muss den Täter verhaften. Doch es gibt viel zu viel Verdächtige, denn der berühmte Star hat mehr Feinde als Freunde. Und Eve stellt sich bei ihren Befragungen plötzlich ein völlig unbekanntes Problem: Ihre Verdächtigen sind alle Schauspieler auf der Suche nach Ruhm und Medienaufmerksamkeit. Eve muss sich bald bei jedem sensationellen Geständnis fragen: Spricht er die Wahrheit - oder ist es richtig gute - und verlogene - Schauspielkunst...

Meine Meinung:
Die Autorin J.D. Robb alias Nora Roberts hat mit "Spiel mit dem Mörder" bereits ihren 10. Eve-Dallas-Fall geschrieben. Der Roman kann auch einzeln gelesen werden, jedoch geht etwas vom Lesevergnügen verloren, da man die Entwicklung der einzelnen Charaktere nicht mitbekommen hat.

Es handelt sich hier um eine Romantic-Suspense-Serie, die aber in der Zukunft um 2059 spielt. Für diejenigen, die die Reihe noch nicht kennen, nenne ich jetzt mal ein paar Beispiele: Autos können auch fliegen und Schwebegrille verkaufen Soja-Würstchen. Richtiges Fleisch aber auch echter Kaffee sind ziemlich teuer und luxuriös. Pistolen gelten als historisch, dafür werden sogenannte Stunner verwendet, welches Waffen sind, die auch betäuben können. Reisen in den Weltraum z.B. zu Urlaubsgebieten sind gang und gäbe und für das Betteln benötigt man eine Lizenz. Eine wirklich faszinierende Zukunft.

Wie in den Vorgängerbänden auch kann man hier wieder reichlich hinter die Kulissen der Ermittlungsarbeit in einem Mordfall blicken: viele Recherchen am Computer, Besprechungen mit der Polizeipsychologin Dr. Mira oder dem Pathologen, Pressegespräche und - das Wichtigste - Zeugenverhöre, bei denen Eve Dallas mit ihrem guten Kollegen Feeney auch manchmal "guter Cop, böser Cop" spielt.

Eve ist eine ruppige und starke Persönlichkeit, die regelmäßig während ihrer Ermittlungen bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit geht. Auch bei diesem Mordfall ist das nicht anders. Doch dieser Fall nimmt sie noch emotionaler mit als üblich, denn sie wird mehr als sonst an ihre eigene, unerträgliche Vergangenheit erinnert. Indessen beginnt sie aber auch gleichzeitig ihr Verhalten gegenüber ihrem Ehemann Roarke zu überdenken, denn sie meint, dass sie immer nur nimmt, und selten etwas gibt.

Roarke ist ein Self-Made-Milliardär, der es aus ärmlichen Verhältnissen mit reichlich Gaunerei bis ganz nach oben geschafft hat. Seine Liebe zu Eve ist groß und um ihr zu helfen und sie zu entlasten, mischt er sich mittlerweile mit viel Erfolg in die Ermittlungsarbeiten ein. In diesem Roman merkt man eindeutig, dass sich die Liebesbeziehung zwischen Roarke und Eve weiter entwickelt und noch intensiver wird.

Während das Buch bezüglich des Mordfalles für meinen Geschmack etwas zu langatmig und zu verworren geraten ist, lebt es aber durch die einzelnen, interessanten und vielschichtigen Charaktere wie dem Butler Summerset oder der Journalistin Nadine Furst. Außerdem bahnt sich neben dem Heldenpaar auch etwas zwischen Eves Kollegen Delia Peabody und Ian McNab an. Während Peabody sich noch nicht ihrer Gefühle sicher ist, möchte McNab mehr als nur Sex und ich bin schon gespannt, wie es mit den beiden im nächsten Teil weitergehen wird. Und auch der geheimnisvolle Schokoriegel-Dieb war wieder am Werk und hat Eve ihre Schokoriegel geklaut.

Fazit:
Interessante Haupt- und Nebencharaktere entschädigen für den etwas langatmigen Fall. Nicht nur die Liebesbeziehung zwischen Eve und Roarke entwickelt sich weiter, sondern auch zwischen Peabody und McNab bahnt sich einiges an.

Bewertung:
4 von 5 Punkten

Infos zur Serie:

Buchzitate:


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