Sonntag, 2. Oktober 2011

[Rezension] Annette Blair – Hexe wider Willen (Accidental Witch Trilogy 03)

Originaltitel:   The Scot, the Witch and the Wardrobe
Verlag:   Egmont Lyx
Erschienen:   November 2009
Genre:   Romantic Fantasy
Seitenzahl:   317 Seiten

(Quelle Cover und Inhalt: Lyx)

Zum Inhalt:
Victoria Cartwrights Großmutter hinterlässt ihr den Schlüssel zu einem Wandschrank, der ihr magisches Erbe enthalten soll. Seit Generationen wird er an die Töchter der Familie weitergegeben. Doch nur eine Frau, die hexen kann, vermag den Schrank zu öffnen. Victoria hält sich ganz sicher nicht für eine Hexe. Es ist einfach nur Zufall, dass sie sehr oft Reime formuliert, die in Erfüllung gehen. Und auch, dass sie den Wandschrank öffnen kann, hat sicher nichts zu sagen. Im Schrank findet sie ein hölzernes Einhorn mit einem goldenen Horn - die Figur eines alten Karussells. So wertvoll, dass sie sogar in einer TV-Show gezeigt wird und die Aufmerksamkeit des Schotten Rory MacKenzie auf sich zieht. Einst gehörte das Einhorn zu dem Karussell seiner Vorfahren. Es hatte Glück und Wohlstand in sein Heimatdorf gebracht - bis eine Hexe einen Fluch auf das Karussell und alle MacKenzies legte und das Einhorn mit nach Amerika nahm. Rory will es unbedingt zurückholen und das Karussell wieder zum Laufen bringen, um den Fluch von seiner Familie zu nehmen. Er reist von Schottland nach Massachusetts, um herauszufinden, ob es sich tatsächlich um das Einhorn seiner Familie handelt. Doch als er Victoria trifft, ist er völlig hingerissen von ihr und verliert schnell sein eigentliches Ziel aus den Augen. Zwischen der Hexe und dem knurrigen Highlander beginnen die Funken zu fliegen - trotz der Geheimnisse, die zwischen ihnen stehen...

Meine Meinung:
"Hexe wider Willen" ist der letzte Teil der Accidental-Witch-Trilogie von Annette Blair, der aber problemlos auch einzeln gelesen werden kann.

Der flüssige Schreibstil beinhaltet viele spritzige Dialoge und einige, anzügliche Doppeldeutigkeiten. Die Romantik überwiegt aber eindeutig in diesem Buch, "magische" Momente sind leider wenig vorhanden.

Vickie ist eine Frau mit sehr wenig Selbstwertgefühl. Sie glaubt zunächst nicht an ihre magischen Kräfte und denkt, dass ihre gereimten Hexenwünsche nur zufällig in Erfüllung gehen. Außerdem hadert sie auch mit ihrer Figur und kommt sich viel zu füllig vor. Als Rory und sie sich kennenlernen, begeht er mit seinen eingerosteten Manieren diesbezüglich einen schlimmen Fauxpas.

Doch nach und nach mausert Rory sich zu einem wahren Traummann für jede Frau: er repariert kaputte Sachen, kocht, wäscht und saugt, so dass Vickie ihm nicht allzu lange böse sein kann. Die Anziehung zwischen den beiden wird von Tag zu Tag größer und macht selbst vor gemeinsamen, sinnlichen Träumen nicht halt. Doch Vickies kaum vorhandenes Selbstwertgefühl bezüglich ihrer Figur verhindert tiefergehende erotische Momente in der Realität. Viele Seiten ziehen dahin und nach einigem Hin und Her fragt man sich als Leser, wann "es" denn nun endlich passiert. Und als es dann soweit ist, erscheint einem der Augenblick mehr als unpassend.

Zum Schluss gewinnt der Roman aber seine anfängliche Leichtigkeit zurück und endet in einem berührenden Happy-End.

Fazit:
Schade, dass der Roman zwischendurch etwas langatmig geraten ist. Ansonsten war er recht vergnüglich zu lesen.

Bewertung:
3,5 von 5 Punkten

Infos zur Serie:
Accidental Witch Trilogy

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